statement

Februar 24, 2009

Ich weiss das ich lange nichts mehr geschrieben habe. Ich hatte keine Lust über etwas zu schreiben, das ich lieber gelebt habe als es zu beobachten und darüber zu berichten.

Tourist – aber ja, aber nein, aber ja, aber nein, weil nämlich arbeiten und leben wir hier bei Three Rivers Grapevine and Palm Tree Nursery, Wein veredeln, Stöckchen schneiden, im Dreck sitzen und Umtopfen, Staub atmen, die Stille auf dem Feldklo geniessen und den Wind am Hintern spüren, ein Sandwich pro Tag, Smoko-Lunchtime-Smoko-fertig, sich auf Freitag freuen weil man dann endlich die absolut dreckigen Klamotten wäscht, barfuss 100.000 Weinpflanzen in die Erde stecken, den berüchtigten Gisborne-2-3-Tage-Wind überstehen ohne verrückt zu werden vom Dreck der einem entgegenfliegt bis in den Bauchnabel, Friday-Coffee-Club mit Mike & Beth, alle paar Wochen umziehen, im Auto cruisen und dabei eine Bäuerin aus St.Gallen kennenzulernen (der Schweizer Akzent konnte sich nicht im Englisch verstecken), Killerwale waren hier, wir haben sie leider verpasst, Träume wahr werden lassen: wir wollten schon immer surfen gehen, zum Glück kennen wir jemanden der direkt am Strand lebt und uns die Ausrüstung leiht, mein Erfolg bisher: kann zwar noch nicht aufstehen, aber zum knien mit Siegerpose hats schon gereicht!, Schafschurwettbewerb auf der A&P Show nebst Zuckerwatte und einer Fahrt auf dem Metalloktopus mit 3-minütiger Schreieinlage, Second-Hand-Shops durchstöbern, Warehouse und Real Groovy nach günstigen CDs durchforsten, Strandjoggen, leben, Kaffeetrinken gehen (Chrissi, müssen wir auch mal wieder machen, yo), abhängen in der Granny-Flat 162 B Whitaker Street, Kakerlaken begegnen, Fish & Chips, Roadtrip nach Auckland mit Mike & Beth, Brokkoli auf Wiese, Spa’s, Seife ist toll, German Party am Tag der Deutschen Einheit (Sauerkraut-Frankfurter Würstchen-HotDogs, Oranjeboom (nicht wirklich deutsch) und ‘Freundeskreis’ CD) das erste mal das wir diesen Feiertag überhaupt gefeiert haben, 68er Party in Wainui, Solid Gold Radio, Dallys-Dikes-Germs rocken, Häuser angucken und sich vorstellen sie zu kaufen, Englisch und Deutsch verwurschteln, sich den Kopf zerbrechen was man in aller Kürze Leuten zuhause schreiben soll, sich den Wäscheständer überziehen und im Mondschein tanzen

nicht das man alles verstehen würde, aber es ist halt so

G’day mates

Juni 10, 2008

Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich die Skyline von Sydney. Das erste was ich gemacht habe: das Fenster geöffnet und gesungen. Vorher waren wir in einer Art Kellerzimmer, not very nice, das Bett war nur äusserst vorsichtig belegbar wegen Lattenrost-Fall-Gefahr. Dann hab ich zu der sowieso schon vorhandenen Luftfeuchtigkeit noch einen draufgelegt und ausversehens die Sicherung vom Kühlschrank ausgeschaltet (tropf, tropf) Na ja, nach 3 Tagen Keller sind wir aufgestiegen und können jetzt besagte Aussicht geniessen.

So, das mal dazu.

Der erste Tag war Regen pur: vom Busbahnhof bis zur Suche nach einem Backpackers und das Hinlaufen…WET!!! Dann diese Trolley-unfreundlichen Bordsteinkanten. Wenn man nicht die Halfpipe-ähnliche Bordsteinrampe trifft muss man einen Olli mit seinem Suitcase machen, oh golly! Und dann dieser Haufen an vergnügungssüchtigen Backpackern, immer auf der Suche nach der besten Party, nach free drinks…und man ist einer davon! Mal im Ernst, ich glaub ich werde alt. Manchmal geht mir dieser Backpackerhype wirklich auf die Nerven. Die erste Nacht war eher unruhig, die DEUTSCHEN im Zimmer neben uns haben uns an ihrer Party teilhaben lassen und Sätze wir ‘Gehn wa eine rauchn?’ erinnern einen an die Heimat. Also, der Anfang war etwas rauh, ABER dann zeigte sich Sydney von seiner guten Seite und jetzt haben wir schon viel erlebt und geniessen diese schöne Stadt am Wasser. Meine persönlichen Highlights: die Flughunde, die hier und da abhängen, Jack Black live zu erleben auf dem roten Teppich, meine alte Schulfreundin zu treffen, das genialste Thaicurry am ersten Abend.

ich halt euch auf dem Laufenden, cheers

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