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April 8, 2008

Hey…Regen seit zwei Tagen, Freunde seit 5 Tagen, Horizonterweiterung an jedem Tag seit dem 08.Februar 2008. Man kann nicht ahnen wie viele Menschen man kennenlernt, wie viele auffällig zufällige Begegnungen man hat, so oft das man eigentlich nicht mehr an Zufälle glauben kann…

Ich hätte nie gedacht Freunde in Gisborne zu finden, einer relativ kleinen Stadt, schön und trostlos zugleich. Die Gisborne-Highlights bisher: Eine Billard/Pool-Bar ohne weisse Bälle zum spielen, eine Live-Privat-Hardcore-Show von Saving Grace inklusive einem aufgebrachten Proberaumuntermieter, der kurzerhand die Sicherung ausgeschaltet hat um sich Gehör zu verschaffen…na ja, das macht jetzt einen falschen Eindruck, schätze ich. Unsere Freunde hier sind so cool: die Bekanntschaft war nur über’s Internet, wir kamen hierher und wussten alle nicht so genau was uns erwartet, nach 2 Tagen bekamen wir das Angebot so lange zu bleiben wie wir wollen…häh??!! Wo findet man so was, pretty weird, ey?! Es ist ein echtes Geschenk hier zu sein, ein offenes Haus, Teil der ‘Kommune’ zu sein (der Sänger der Band wohnt in der Garage), eine neue Familie zu haben…genau das empfinde ich. Es tut gut und ich habe das Gefühl das diese Reise ein seltsam heimlicher Brückenbau für ein Netzwerk unbekannter Art ist…mal im Ernst, man fängt an zu spüren das es einen Gott geben muss. Ich finde mich selbst in einer Kirche sitzen mit den seltsamsten Leuten, nichts besonderes, es ist sogar ausgesprochen unspektakulär und langweilig; diese Leute beten und meine Tränen laufen über, ich spüre eine Präsenz die nicht mit Worten zu erklären ist. Ich verstehe nicht alles, aber das scheint dieser Präsenz egal zu sein, sie ist überall. Passend zu dieser unerklärlichen Gefühlslage diese Regentage: man sitzt im Haus und ist unentschlossen ob man sich gegen diese erzwungene Ruhe wehren soll oder nicht…ab und zu mal die Pfütze aus dem Kofferraum wischen gehen (weil durchgerostete Stellen), überlegen warum man hier ist…den Zitronenbaum beobachten, er sieht so schön aus im Regen, das hätte ich nie erlebt wenn ich geblieben wäre…

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