
Jeden Tag kann ich wieder ein bisschen mehr japanisch, und in vielen Verhaltensweisen merke ich, das ich hier aufgewachsen bin und meine Geschichte fest verwurzelt ist mit den Daitsu’s, ich komme mir in manchem, wie ich bin, nicht so seltsam vor wie in Deutschland. Ich liebe den Humor, die Freundlichkeit, die grosse Gabe, das man sich als Gaijin trotz aller Unterschiede wohlfühlen kann. Es wird uns leicht gemacht sich zuhause zu fühlen.
Wenn ich vor unserem früheren Haus stehe und die Berge rundherum sehe habe ich das Gefühl: Hier ist meine Heimat, auch wenn mir vieles fremd ist.
Mich berührt es sehr, das Daitsu’s (die jetzt in unserer früheren Wohnung leben) unseren Familiennamen an der Tür stehengelassen haben, das manche von uns zurückgelassene Möbel immer noch am gleichen Platz stehen und das Bilder von meiner Familie überall in der Wohnung zu finden sind…gestern hat Izumi-san (Herr Daitsu) eine Kassette ausgekramt, eine Aufnahme einer Predigt von meinem Vater. Gestern war auch der Todestag meines Vaters, seine Stimme, wie er japanisch redet, habe ich seit 17 Jahren nicht mehr gehört. Wir haben ihn alle gemeinsam vermisst und ein paar Tränen vergossen. Da habe ich gemerkt wie sehr wir uns in Japan integriert hatten, wir waren mehr Japaner als Ausländer und wie sehr unsere Geschichte mit diesem Land verflochten ist, mehr als ich bisher angenommen habe…
wahnsinn… mir kommen echt auch gleich Tränen…
schade, dass man zu euren ganzen Fotos keine Komentare abgeben kann. Verfolge sie trotzdem gespannt!!! Momentanes Lieblingsfoto: Mitch mit den Teebeuteln auf den Augen
vermiss dich!